Sie befinden sich hier:  Über uns - Glaube - Segenshandlungen

Segenshandlungen der Neuapostolischen Kirche

Neben den Sakramenten gibt es Segenshandlungen zu besonderen persönlichen Anlässen. Im Segen wendet sich Gott dem aufrichtig bittenden Menschen zu und schenkt ihm sein Wohlgefallen, seine Hilfe, Gnade und Barmherzigkeit. Zu folgenden Festen wird der Segen gespendet:

  • Konfirmation
  • Verlobung
  • Trauung
  • Hochzeitsjubiläum
  • Vorgeburtliche Entwicklung
  • Trauerfeier, Beerdigung

Alle Segenshandlungen finden üblicherweise im Rahmen eines Gottesdienstes und im Kreise der anwesenden Gemeindemitglieder statt. Auf besonderen Wunsch oder auf Grund besonderer Verhältnisse kann die Segenshandlung zu diesen Ereignissen auch zu Hause vollzogen werden.

Alle Segenshandlungen werden unentgeltlich durchgeführt.

Bei der Verlobung, Trauung und beim Hochzeitsjubiläum muss zumindest einer der Partner der Neuapostolischen Kirche angehören.

Auch Trauerfeiern und Beerdigungen werden, nach den örtlichen Gebräuchen, von der Neuapostolischen Kirche durchgeführt.

Konfirmation

Konfirmation in Frankfurt-Eschersheim 2008
Bildquelle: F-Eschersheim

Die Konfirmation ist die Segenshandlung, bei der der Konfirmand gelobt, sein weiteres Leben eigenverantwortlich und dem Evangelium gemäß einzurichten. Diese Entscheidung für Gott bestätigt der Konfirmand durch das auf einen alten christlichen Taufritus zurückgehende Gelübde:

 


Ich entsage dem Teufel und all seinem Werk und Wesen
und übergebe mich Dir, o dreieiniger Gott
Vater, Sohn und Heiliger Geist
im Glauben, Gehorsam und ernstlichen Vorsatz:
Dir treu zu sein bis an mein Ende.
Amen.

Diesem Gelübde schließt sich der Konfirmationssegen an.

Die konfirmierten jungen Christen haben künftig die Gelegenheit, durch ihr Mitwirken die Jugend- und Gemeindearbeit mitzugestalten.

Verlobung

Die Verlobung ist das öffentlich bekundete Eheversprechen von Mann und Frau. Das Paar erbittet dabei den Segen zu einer Gott wohlgefälligen Vorbereitungszeit auf den Ehestand.

Der Verlobungssegen kann gespendet werden, wenn Braut und Bräutigam nach den gesetzlichen Bestimmungen heiratsfähig sind, zumindest ein Partner neuapostolisch ist, und beide noch nicht verheiratet waren.

Trauung

Nach der kirchlichen Trauung
Bildquelle: F-Eschersheim

Der Segen kann im Rahmen eines üblichen Gottesdienstes, auf Wunsch auch in einem dafür angesetzten Traugottesdienst, gespendet werden.

Um den Trausegen zu erhalten ist es erforderlich, dass zumindest einer der Partner der Neuapostolischen Kirche angehört.





Hochzeitsjubiläum

Silberne und Goldene Hochzeit mit Bezirksapostel Wend
Bildunterschrift
Den Segen zum Hochzeitsjubiläum erhalten die Jubilare im dankbaren Rückblick auf den gemeinsam zurückgelegten Lebensweg.

 Er wird nach

  • 25 Ehejahren (silberne Hochzeit),
  • 50 Ehejahren (goldene Hochzeit),
  • 60 Ehejahren (diamantene Hochzeit),
  • 65 Ehejahren (eiserne Hochzeit),
  • 70 Ehejahren (Gnadenhochzeit) und
  • 75 Ehejahren (Kronjuwelenhochzeit)
gespendet.

Die Segenshandlungen anlässlich der Verlobung, der Trauung oder eines Hochzeitsjubiläums werden üblicherweise im Rahmen der Gottesdienste im Kreise aller Gemeindemitglieder durchgeführt. Auf besonderen Wunsch oder aufgrund besonderer Verhältnisse kann die Segenshandlung zu diesen Ereignissen auch zu Hause vollzogen werden.

Vorgeburtliche Entwicklung

Ein besonderer Segen ist der Vorgeburtssegen. Dieser Segen für Eltern und das ungeborene Leben gilt einer guten vorgeburtlichen Entwicklung des Kindes. Er wird auch einer werdenden Mutter gespendet, die einer anderen Konfession angehört, wenn sie über die Bedeutung aufgeklärt ist, sie den Segen wünscht und ihr Ehemann neuapostolisch ist.

Diese Handlung wird üblicherweise zu Hause durchgeführt.

Trauerfeier, Beerdigung

Während der Trauerfeier wird das Leben des Verstorbenen gewürdigt und den Hinterbliebenen besonderer Trost zugesprochen. Je nach Wunsch findet die Trauerfeier auf dem Friedhof oder, unabhängig von der Beisetzung, in der Kirche statt.

Die Durchführung der Trauerfeier richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten und Bräuchen, sofern diese nicht im Widerspruch zur Lehre der Neuapostolischen Kirche stehen. Besteht in besonderen Fällen der Wunsch, dass nach bereits erfolgter Trauerfeier ein Seelsorger auch an einer späteren Beisetzung teilnimmt, kann dieser bei der Übergabe des Sarges bzw. der Urne an die Erde ein Gebet sprechen.

Hat ein Mitglied einer anderen Konfession zu seinen Lebzeiten den Wunsch nach einer von der Neuapostolischen Kirche ausgerichteten Trauerfeier geäußert, kann diesem in Ausnahmefällen entsprochen werden. Voraussetzungen dafür sind, dass der Verstorbene der Neuapostolischen Kirche gegenüber wohlwollend eingestellt war und ein Bezug zu ihr bestand.