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Bezirksapostel Koberstein in Koblenz

Als Bibelwort wählte er Johannes 1,51:
„Und er (Jesus) spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf- und herabfahren über dem Menschensohn.“
Im Gottesdienst wurde ein Kleinkind aus der Gemeinde Koblenz versiegelt; für die Gemeinde Altenkirchen empfingen Evangelist Lothar Kiel das Hirten- und Diakon Karsten Konrad das Priesteramt.
Bezirksapostel Koberstein am Altar
„Dreht niemals um auf dem Weg zum Ziel“
Dichter Verkehr und Staus auf der Autobahn waren die Ursache für einen verspäteten Beginn des Gottesdienstes. In solchen Situationen komme einem Autofahrer schon mal der Gedanke: Lohnt es sich noch dahin zu fahren, bemerkte der Bezirksapostel einleitend. Er übertrug dieses Bild auf unser Glaubensleben. Angesichts von Unvollkommenheiten, Fehlern oder Schwächen könne in einem Gläubigen schon der Gedanke entstehen: Wie soll ich das Glaubensziel erreichen? Da komme ich doch nie an! Der Bezirksapostel riet den Geschwistern: „Dreht niemals um auf dem Weg zum Ziel. Es lohnt sich immer am Ziel zu bleiben und es nicht aus den Augen zu verlieren.“
Dies sei stets mit Kampf verbunden. In diesem Zusammenhang wies der Bezirksapostel auf den 2. Vers des vom Chor gesungenen Liedes hin. Dort hieß es unter anderem „. Da ward kaum begonnen der Kampf schon gewonnen …“(CM 184, Wir treten zum Beten). „Doch bei wem ist dies schon so?“ Unser Kampf auf dem Glaubens- und Lebensweg solle durch unser anhaltendes Beten begleitet werden. Jeder habe zwar Vorstellungen, wie rasch dann die Hilfe Gottes komme möge. „Doch wir wollen unserem Gott immer vertrauen. Sein Sohn hat den Sieg errungen und uns frei gemacht“, sagte der Bezirksapostel. Er forderte die Gläubigen auf, „in allen Verhältnissen im Vertrauen zu Gott und zu Jesus Christus in Bewegung zu bleiben“.

„Komm und sieh es!“
Das Bibelwort stamme aus der Begegnung des Sohnes Gottes mit Philippus und dessen Freund Nathanael. Dieser war skeptisch, als Philippus ihm freudig bekundete, er habe Jesus gefunden. „Was soll aus Nazareth Gutes kommen?“, erwiderte Nathanael. Darauf antwortete Philippus mit einer knappen Einladung: „Komm und sieh es!“ Der Bezirksapostel bemerkte dazu: „Wenn einer ohne Erklärung sagt: Komm und sieh es! dann muss er 100prozentig überzeugt und sich seiner Sache sicher sein.“ Und der Bezirksapostel fügte hinzu: „Sind wir auch noch sicher und überzeugt von Jesus Christus, vom Werk Gottes?“ Dies sei vor allem eine Sache des Herzens und der inneren Einstellung. Wer überzeugt ist, wer kommt, sieht und offen ist, der fühlt und erlebt im Gottesdienst die Wirksamkeit des Heiligen Geistes.

Nicht Traum, sondern Wirklichkeit
In seiner Predigt erwähnte der Bezirksapostel die Begebenheit von Jakob, der im Traum eine Himmelsleiter sah, an der die Engel auf- und abstiegen (vgl. 1 Mose, 28,10ff.) „Von Gnade und Erlösung müssen wir heute nicht träumen, sondern wir haben sie im Sohn Gottes“, sagte der Bezirksapostel. Auf das Bild der Engel eingehend, merkte er an: Sie tragen unsere Lasten, Anliegen und Sorgen zu Gott und bringen uns seinen Segen und Hilfe. „Es findet – bildlich gesprochen – ein Güteraustausch statt.“ Dies sei immer wieder Anliegen unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes: Sie wollen immer wieder verwandeln und verändern: Aus unseren Sorgen werden Wunder göttlicher Gnade, aus unseren Bedrängnissen werden den Glauben stärkende Erfahrungen, in jedem Gottesdienst werden aus Sündern Begnadigte.

„Was geben wir denn den Engeln mit?“ fragte der Bezirksapostel weiter. Da seien einerseits unsere berechtigten irdischen Nöte, die uns Tag für Tag einnehmen. Doch es gebe noch etwas Höheres: Den Wunsch und die Bitte: Mach uns würdig, vollende uns und lass uns bei der Wiederkunft Jesu Christi dabei sein. „Dies ist doch der tiefe Sinn unseres Lebens: bereitet zu werden für diesen Augenblick“, betonte der Bezirksapostel. Die Erhörung irdischer Bitten stelle eine zeitlich begrenzte Hilfe dar. Die Bitte um Gnade und Vollendung sei dagegen von „ewiger Natur“.

Der offene Himmel
Dieses Bild sei eng mit dem Sohn Gottes verbunden, erläuterte der Bezirksapostel. Als Gott alles schuf, war der Himmel offen. Durch den Sündenfall wurde dieser Zugang verschlossen. Er öffnete sich erst durch die Geburt und letztlich durch das Opfer Jesu Christi. „Wo er ist und seine Vollmacht, da ist Gnade aus Christus, da ist der offene Zugang in die ewige Gemeinschaft mit Gott.“ Wann immer wir Verbindung zu Christus und zu unserem himmlischen Vater suchen, mögen wir einen offenen Himmel sehen. Letztlich möge es unser Wunsch und Verlangen sein, „mit und durch Christus in die ewige Gemeinschaft mit Go#tt und seinem Sohn zu kommen. Mögen wir alle dort ankommen“, endete der Bezirksapostel.

Das Ziel ist durch Christus gesichert
Apostel Opdenplatz rief die Gläubigen dazu auf, den Glaubensweg fortzusetzen. Er erinnerte daran, dass der Sieg schon durch Jesus Christus errungen sei (vgl. 1Korinther 15,57) „Wir wollen auf der Seite des Siegers bleiben.“ Jakobs Traum habe auch eine Auswirkung gehabt, ergänzte der Apostel: „… und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben“ (1.Mose 28, aus 22). Für uns bedeute dies: Wir wollen im Opfer treu bleiben, wir wollen nach dem Segen trachten, wir wollen auf dem Weg bleiben. „Wer dies beherzigt, dem gilt die Heilszusage des Sohnes Gottes: Vater, ich will, dass wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen …“ (Johannes 17,24)“. Das Ziel ist durch Christus gesichert“, endete der Apostel.
Ordination zweier Amtsgaben
Der Herr geht immer voran
Vor der Feier des Heiligen Abendmahles wies der Bezirksapostel noch auf die Wüstenwanderung des Volkes Israel hin. Gott führte es durch die Wolken- und durch die Feuersäule, sodass das Volk Israel Tag und Nacht wandern konnte. Ließ sich die Wolkensäule nieder, rastete das Volk. Manchem einem mag es vielleicht zu rasch vorangegangen sein, andere wiederum hätten eventuell den Eindruck gehabt, es gehe nicht schnell genug voran, bemerkte der Bezirksapostel. „Es ging immer so, wie es der Herr bestimmt hat. Und das tut er heute noch: Er geht immer voran und wir wollen so gehen, wie er führt. Lasst uns ihm vertrauen.“


Redaktion: P.Wild, Fotos: S. Latotzki

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Wort zum Monat


Das Wort zum Monat wird vom Stammapostel, dem internationalen Leiter der Neuapostolischen Kirche herausgegeben und ist auf der
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