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„Buga 2011“ Koblenz verwandelt

Jugendorchester der NAK auf der BUGA

Am Dienstag, den 28. Juni 2011 haben 120 Jugendliche die Herzen von ca. 1700 Besuchern der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein verwandelt.

 

Als vor ca. zwei Jahren bekannt wurde, dass die Stadt Koblenz die Bundesgartenschau 2011 ausrichtet, haben die Verantwortlichen der Neuapostolischen Gemeinde Koblenz überlegt, wie und ob man sich an diesem Großereignis beteiligen könnte. So entstand der Gedanke, das Jugendorchester der Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, in dem auch Jugendliche aus Luxemburg und Belgien mitwirken, auftreten zu lassen.

Bei diesem Orchester handelt es sich um rund 300 Jugendliche. Zum Repertoire gehören Werke aus Klassik, Rock und Pop, aber auch kirchliche Musik. Für den Auftritt auf der Sparkassebühne musste aus Platzgründen die Zahl der Teilnehmer(innen) auf ca. 120 reduziert werden. Weiterhin wurde besprochen, dass ein „Crossover“ aus Klassik, Pop und Filmmusik gespielt wird.

 

Am Montagnachmittag, 27.06. kamen die angemeldeten jugendlichen Instrumentalisten zu ersten Proben in einer Schule in Koblenz-Lützel zusammen. Natürlich wurde auch Gemeinschaft gepflegt, da sich die Mitglieder bedingt durch die unterschiedlichen Wohnsitze nicht oft sehen. Außerdem sorgten die hochsommerlichen Temperaturen für den entsprechenden Durst und die Logistik der Verpflegung war für die Verantwortlichen der Gemeinde Koblenz eine enorme planerische Herausforderung.

 

Am Dienstag, den 28.06. begann um 11.00 Uhr die Probe auf der Sparkassenbühne. Und alle waren pünktlich. Sicherlich ein Zeichen, wie ernsthaft der bevorstehende Auftritt genommen wurde. Außerdem füllten sich beständig die Zuhörerplätze. Der verantwortliche Dirigent, Burkhard Schmitt, unterbrach die Probe mehrmals um Hinweise zum Einsatz, Betonung der jeweiligen Orchestersätze und dem gewünschten Rhythmus zu geben. Die applaudierenden Zuhörer machte er darauf aufmerksam, dass es sich um eine Probe handele und das erste der drei Konzerte um 14 Uhr beginnen werde. Spontaner Applaus war die Antwort auf diesen Hinweis.

 

Trotz der subtropischen Temperaturen waren gegen 14.00 Uhr etwa 800 Plätze der insgesamt 1100 Sitze besetzt. Die Fanfare des Europa-Jugendtages aus dem Jahr 2009 und ein Spiritual-Medley mit dem bekannten Nashville Song „When the Saints Go Marching In“ dargeboten vom Blechbläserensemble unter der Leitung von Olaf Guttzeit führten zum ersten lang anhaltendem Applaus. Der Stab des Dirigenten wurde an Burkhard Schmitt übergeben, der mit dem bekanntesten Stück des griechischen Komponisten Vangelis „The Conquest of Paradise (Die Eroberung des Paradieses) einen kraftvollen melodischen Auftakt inszenierte. Der Applaus gab der Inszenierung des Dirigenten in eindrucksvoller Weise recht.

 

Mit der Filmmusik „Das Thema aus Schindlers Liste“ und der Titelmelodie der Prinzessin Leila aus dem Film „Star Wars“ wurde deutlich, wie differenziert und ausdrucksstark dieses Orchester die jeweiligen Werke darstellen konnte. Der dazu aufbrausende Beifall war nur zu berechtigt.

 

Einen ganz anderen musikalischen Charakter hatte das lyrische Andante des Pianisten, Dirigenten und Komponisten Max Reger. Gerade die ausgedehnten Piano Sequenzen bildeten einen besonderen Kontrast zu dem bisher Gehörten. Die absolute Stille der Zuhörer und die Klangfülle zwischen den beiden Steinwänden der Sparkassenbühne führten zu einem akustischen Genuss, der zu Recht mit dem entsprechenden Beifall des Publikums bedacht wurde.

 

Dann folgte der Welthit von John Miles „ Music“. Diese Komposition wurde schwungvoll, dynamisch und mit einem besonderen Feeling für den jeweiligen musikalischen Höhepunkt dargeboten. Nach dem Schlussakkord sprang das Publikum von den Plätzen auf; zum Zeichen, wie sehr es von dieser Musik ergriffen und mitgerissen wurde. Stehend applaudierende Zuhörer und nicht endender Applaus waren die verdiente Anerkennung dieser Leistung. Einer Leistung, die von Profis sicherlich überrascht hätte, aber wie sich hier jugendliche Orchestermitglieder als Semiprofis darstellten, das war mehr wie eindrucksvoll, das war begeisternd, das war einfach mitreißend und unbeschreiblich.

 

Sicherlich als „hommage“ an die subtropischen Temperaturen wurde den Zuschauern und Hörern dann von Klaus Badelt „ The Pirates of the Caribbean“ mit den nicht mehr zu steigernden dominierenden Geigenthemen zu Gehör gebracht. Ein so gewollter und starker Kontrast zu dem zuvor erklungenen rockigen John Miles Song.

 

Ja, was dann kam, war durch das bisher Gehörte nicht anders zu erwarten: das erlösende Lächeln des Dirigenten, Standing ovations und nicht endender Applaus. Der verdiente Lohn für eine grandiose Leistung.

 

Um 15.00 Uhr begann die zweite Darbietung des Programms, allerdings waren diesmal Bezirksapostel Koberstein und die Apostel Opdenplatz und Haeck unter den Zuhörern. Der gleiche Ablauf, der gleiche Enthusiasmus und der gleiche Beifall, wenn auch bedingt durch die hochsommerlichen Temperaturen etwas weniger Zuschauer den Weg auf die Festung Ehrenbreistein gefunden hatten. Die begeisternden Dankesworte, der Stolz und die Feststellung des Bezirksapostels Koberstein, dass dieses Orchester sein besonderes Schmuckstück seit, erübrigen jeden weiteren Kommentar.

 

Mit dem gleichen Ablauf und in der gleichen Art und Weise fand auch die dritte Vorführung um 16.00 Uhr statt. Die beiden Dirigenten, Burkhard Schmitt und Olaf Guttzeit bedankten sich herzlich, wenn auch sichtlich erschöpft aber doch glücklich in Anbetracht der so gelungenen Darbietung. Dies war auch an der Mimik und Gestik der Instrumentalisten abzulesen. Mit Gesang ging es mittels der Seilbahn zum Deutschen Eck, wo die bestellten Busse warteten, um alle wieder zur Schule in Lützel zu bringen.

 

Zum Abschluss dieser Zusammenfassung sei mir noch erlaubt festzustellen, dass das von den Verantwortlichen so sicherlich nicht erwartet wurde. Ein besonders schönes Zeichen für Zusammengehörigkeit, Teamgeist und dem gemeinsamen Glauben an unseren großen Gott und himmlischen Vater.

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Text: Karl – Heinz Bonacker

Bilder: Karl – Heinz Bonacker, Marcel Felde

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