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Letzter Ausflug der „Schängel-Senioren“

Seniorenausflug nach Kaub















Am Dienstag, den 11.10.2011 unternahmen wir, die „NAK-Schängel-Senioren“,  unseren  letzten Ausflug für dieses Jahr. Beim Treffen am Hauptbahnhof in Koblenz wurden schon eifrig Gespräche geführt, sodass unser Reiseleiter mehrfach in Erinnerung rufen musste, dass es Zeit wird zum Bahnsteig zu gehen, da der Zug nicht auf uns warten würde. Schließlich wollte er sich nicht auf die sogenannte „Unpünktlichkeit“ der Bahn verlassen. Mit dem Bummelzug fuhren wir dann gemütlich von Haltestelle zu Haltestelle durch das herrliche Mittelrheintal in Richtung Kaub zur Burg Pfalzgrafenstein. Unterwegs sammelten wir noch einige Senioren aus Lahnstein ein. Nachdem die zwanzigköpfige Reisegruppe die Fahrkartenkontrolleurin leicht verwirrte, da das mit dem „ibbe dibbe dab und du bist ab, nicht ganz klappte, war die Stimmung bestens. Trotz der gemütlichen Fahrt verging die Reisezeit wie im Fluge und wir erreichten unser Reiseziel. In Kaub angekommen, sammelten wir uns und schlenderten gemütlich durch den alten Ortskern des kleinen Städtchens. Die „Japaner“ unter uns schossen eifrig Fotos um den Ausflug zu dokumentieren. Hungrig von der kurzen Bahnfahrt und den langen Gesprächen nahmen wir in einem Restaurant Platz. Die Getränke waren gut, das Essen noch besser und die Laune spitze. Lediglich auf das gewohnte Mittagsschläfchen mussten einige verzichten. Reichlich gestärkt machten wir uns sprichwörtlich wieder „auf die Socken“. Mit einer kleinen Personenfähre setzten wir über zu der Insel, auf dem stolz die alte Zollstation ihre Zinnen emporreckt.

Seniorenausflug nach Kaub
















Die Burg Pfalzgrafenstein ist eine original erhaltene Schifffahrtszollburg aus dem 14. Jahrhundert. 1326 erbaute Pfalzgraf Ludwig der Bayer als erstes Gebäude den Turm im Innenhof. Alleine stehend wurde der Turm gegen die Strömung spitz gebaut, damit der Druck bei Hochwasser nicht zu groß wurde. Im Winter diente die Spitze wenn nötig auch als Eisbrecher. Der Turm ist 36 m hoch, hat 6 Etagen und im 2. Stock wurde im 17. Jahrhundert ein Backofen eingebaut. Die Besatzung der Burg bestand aus ca. 20 Zöllnern, die allerdings nicht in der Burg wohnten. Als Wohngebäude war Pfalzgrafenstein nicht vorgesehen, nur als Zollstation. Allerdings befindet sich im Nordteil der Burg eine Kommandantenwohnung, die einzigen möblierten Räume in Pfalzgrafenstein.

Erwähnenswert ist noch Blüchers Rheinübergang am Jahreswechsel 1813/14. Der preußische Feldmarschall von Blücher, (Marschall Vorwärts,) ließ sich damals von verbündeten russischen Pionieren eine Pontonbrücke bauen. In den ersten Januartagen 1814 setzte dann die schlesische Armee mit rund 60.000 Soldaten, 20.000 Pferden und 220 Geschützen über, um Napoleon weiter in Richtung Frankreich zu verfolgen.

Seniorenausflug nach Kaub

Im Anschluss an die Ausführungen des Fremdenführers konnte jeder für sich die Burg selbst erkunden. Allgemeine Heiterkeit löste das „stille Örtchen“ aus. Ansonsten war es schon interessant, unter welchen Bedingungen damals die wenigen Menschen, die dort arbeiteten, lebten. Nachdem auch hier alles ausreichend abgelichtet war, fuhren wir mit der Fähre wieder zurück nach Kaub. Mittlerweile war natürlich der Kaffeedurst bei uns wach geworden. Das gestaltete sich aber schwieriger als gedacht, da viele Cafes und Gaststätten aus unterschiedlichen Gründen geschlossen hatten. Also kamen wir auf den Geheimtipp des Fährkapitäns zurück, beschlossen jung zu sein und gingen in die Jugendherberge.

Gestärkt für die Heimfahrt machten wir uns danach wieder zur Bahnstation auf. Nachdem die Frage geklärt war, auf welchem Bahnsteig der Zug abfährt, warteten wir geduldig auf unser Transportmittel, das uns dann alle wieder sicher zum Ausgangspunkt zurück brachte.

Mit vielen Grüßen an die „Daheimgebliebenen“ verabschiedeten wir uns und konnten mit dem Gefühl nach Hause gehen: Es war ein schöner Tag!


geschichtlicher Auszug aus Infoblatt Fremdenführer Pfalzgrafenstein

Text und Bilder: Dieter Schäfer

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