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„Ich will ein Seelsorger zum ‚Anfassen’ sein“

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(27.01.2009) Frankfurt. Vertreter verschiedener Kirchen, der Presse sowie Vertreter von Behörden und Ämtern waren am 27. Januar zu einer Pressekonferenz in den kircheneigenen Verlag Friedrich Bischoff nach Frankfurt geladen worden. Anlass war die Ordination des neuen Bezirksapostels für die neuapostolische Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, Bernd Koberstein.
Stammapostel Wilhelm Leber, der die Pressekonferenz eröffnete, sprach davon, dass der neue Bezirksapostel von Frankfurt aus neben dem eigentlichen Kernbereich in Deutschland 20 weitere Länder in Südeuropa, im nördlichen und westlichen Afrika, im Nahen und Mittleren Osten betreue. Damit seien viele unterschiedliche Kulturen zu berücksichtigen. Dies allein schon sei eine gewaltige Herausforderung, die er ohne ein gutes Team, ohne Delegationsvermögen und ohne den Segen Gottes nicht leisten könne.

Ordinationen seien in allen Kirchen bedeutende Ereignisse: „Menschen weihen sich Gott, fühlen sich durch den Allmächtigen zum Dienst an den Gemeinden berufen. Allerdings kennt die Neuapostolische Kirche kein Bewerbungssystem. Auch Bezirksapostel Koberstein hat sich nicht etwa auf eine freie Stelle beworben; er ist von seinem Vorgänger vorgeschlagen und durch mich als dem amtierenden Stammapostel berufen worden. Alle Bezirksapostel weltweit haben sich hinter diese Entscheidung gestellt, die letztlich ihren Ursprung in Gott, dem Allmächtigen, hat. “

Der Stammapostel führte in seiner Rede die wichtigsten Aufgaben des neuen Leiters der Gebietskirche an: „Als Bezirksapostel ist er oberster Seelenhirte in seiner Gebietskirche. Als solcher wird er es sich zur Aufgabe machen,
- den anvertrauten Gemeindemitgliedern als Vorbild zu dienen;
- sie in ihrer ganz persönlichen Art lieb zu gewinnen;
- ihnen viel Zeit und Anerkennung zu widmen;
- ihnen soviel geistlichen Reichtum mitzugeben, wie möglich.“
Bezirksapostel Koberstein berichtete aus seinem Lebenslauf, stellte seine Ziele für seine Tätigkeit als Kirchenpräsident und Bezirksapostel vor und brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, allen Glaubensgeschwistern ein Seelsorger mit persönlicher Nähe zu sein. Er führte aus, dass er ein Seelsorger für alle, ein Seelsorger zum „Anfassen“ sein wolle.
Als Leiter der Neuapostolischen Kirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland ist er seit dem 11. Januar 2009 für die seelsorgerische und administrative Betreuung von rund 140.000 Kirchenmitgliedern in verschiedenen Ländern Europas, im Libanon und anderen Staaten im östlichen Mittelmeerraum sowie zehn Ländern in Nord- und Westafrika zuständig. In seiner Rede machte er deutlich, dass ihm neben der Seelsorge vor allem auch die intensive Gemeinschaft mit den vielen Amts- und Funktionsträgern in seinem Verantwortungsbereich am Herzen liege. „In seelsorgerischer wie in administrativer Hinsicht sehe ich mich in der Kontinuität zur Arbeit meines Vorgängers, mit dem ich seit einigen Jahren eng zusammenarbeiten durfte. Dies betrifft sowohl die grundsätzliche Ausrichtung als auch die Arbeitsschwerpunkte und die Arbeitsweise.“
Der neue Bezirksapostel sprach von einer Vision, die er für die nun von ihm betreute Gebietskirche habe: „Meine Vision ist identisch mit der Ende 2007 von unserem  Stammapostel herausgegebenen „Vision der Neuapostolischen Kirche“.

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Bezirksapostel Bernd Koberstein mit Stammapostel Wilhelm Leber
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Bezirksapostel i.R. Hagen Wend Fotos: Jessica Krämer