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„Siehe, wie großartig Christus arbeitet!“

Bezirksapostel am Altar
Bezirksapostel Bernd Koberstein (re) mit dem Hirten Jacky Mappus (Übersetzer)
(05.12.2016) Frankfurt. Zwei wichtige Nachrichten hatte Bezirksapostel Koberstein am Sonntag, 4. Dezember, im Gottesdienst aus der Kirche Metz (Frankreich) den Geschwistern in seinem gesamten Arbeitsbereich mitzuteilen. Zum einen das stärkende Wort des Sohnes Gottes „Siehe, ich komme bald“ (Offenbarung 22, aus Vers 7); zum andern die Information, dass mit seinem Ruhestand im Frühjahr 2018 die beiden Gebietskirchen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und Nordrhein-Westfalen zu einer Gebietskirche zusammengefügt werden (wir berichteten).

Am Beginn seiner Predigt erinnerte Bezirksapostel Koberstein an das vom Stammapostel ausgegebene Jahresmotto 2016 „Siegen mit Christus“ und stellte die Fragen: „Was hast du damit gemacht? Welche Siege hast du errungen?“ Jeder Gläubige sei aufgerufen, sich selbst einmal zu überprüfen, ob er im Ablauf dieses Jahres Siege über das Böse, über die Angst und über sich selbst errungen habe. Diese Arbeit ende nicht mit dem letzten Tag dieses Jahres, sondern müsse fortgeführt werden. Bezirksapostel Koberstein dankte allen, die solche Siege errungen haben und den Gemeinden Anteil daran schenkten. Er dankte allen, die trotz Schicksalsschlägen dem Herrn treu geblieben sind – sie sind Vorbilder in den Gemeinden. Er dankte jenen, die keine Angst hatten, Familien zu gründen, Kinder zu bekommen oder ein Amt angenommen haben – auch das dient den Gemeinden. Und er dankte allen, die Teile Ihres Einkommens geopfert haben und dadurch „Siege der Liebe“, Siege über sich selbst errungen haben.


„Der Herr mit dir!“

Jedem gelte auch das stärkende Wort, das Stammapostel Schneider im Juni in einem Gottesdienst in Metz verarbeitet habe: „Der Herr mit dir!“ Mit diesem Wort habe einst ein Engel im Auftrag Gottes den Richter Gideon gegrüßt. „Dieses Wort gilt auch heute jedem“, bemerkte der Bezirksapostel. Selbst Kinder und Jugendliche könnten erfahren, dass Gott mit ihnen ist: Da wird für die kranke Oma oder Mama gebetet und sie wird gesund; da steht der Schüler vor schwierigen Klausuren, betet und schafft gute Ergebnisse; da sind Jugendliche, die um einen/eine Partner/in bitten und er/sie findet sie oder ihn – in allen Fällen wird erlebt: Der Herr ist mit mir! „Aber es gibt auch die andere Seite“, fügte der Bezirksapostel an, wo solche Bitten und Wünsche nicht erfüllt würden. Dann komme eher die Frage auf: „Gott, wo bist du?“ Deshalb müssen wir verstehen lernen, was mit den Worten „Der Herr mit dir!“ gemeint ist.
Dazu führte Bezirksapostel Koberstein zwei biblische Begebenheiten an. Daniel hat Gott vertraut und war sich sicher, dass Gott ihm hilft. Doch als er am Seil in den Löwengraben hinabgelassen wurde, sah es nicht danach aus, dass Gott mit ihm ist. Dies gelte auch für die drei Männer, die in den Feuerofen mussten. „Dass Gott mit Daniel und den drei Männer war, sah man erst am Ende – das ist das Entscheidende“, bemerkte der Bezirksapostel und fügte hinzu: „Wenn wir am Ziel unseres Glaubens sind, werden auch wir sehen, was die Worte ´Der Herr mit dir!`für uns bedeuten werden.“

„Siehe, wie Gott arbeitet!“

Deshalb gelte es heute, zu sehen und zu erkennen, was Gott aus Gnaden geschaffen hat, schafft und schaffen wird. Unser Blick auf die Wiederkunft Jesu sei sehr umfassend. „Wir müssen sehen, wie Gott arbeitet“, sagte der Bezirksapostel. „Der Blick zurück ist wichtig, um Gottes System zu verstehen und um glauben zu können.“ Gott habe in der Vergangenheit vieles für den Menschen getan. Es begann mit der Schöpfung. Nachdem alles erschaffen war, hätte Gott sich zurücklehnen und sagen können: Ich regele alles, ich versorge euch täglich, es gibt jeden Tag ein „Update“. Doch das war nicht Gottes System.

Bischof Fetter
Bischof Pierre Fetter (re)
Er gab dem Menschen den Auftrag, sich die Erde untertan zu machen. Gott hätte auch den Sündenfall verhindern können. Doch er verhieß einen Erlöser und unternahm in einem langwierigen Prozess von Prophezeiungen, das Kommen Christi anzukündigen. Gott hätte auch, so Bezirksapostel Koberstein, dieses Ereignis spektakulärer vorhersagen und die Engel zu Königen und Ministern senden können, um die Geburt des Heilands zu bezeugen. Aber Gott sandte sie zu den Hirten auf dem Felde. „Wir können nicht mit dem Verstand begreifen, wie Gott arbeitet – nur mit dem Glauben“, äußerte der Bezirksapostel.
„Siehe“ bedeutet auch „Glaube“ Dazu gehöre der Blick auf das Kommen Christi und auf sein Handeln in der Gegenwart. „Was Christus heute tut, dient dazu, das Ziel zu erreichen“, betonte der Bezirksapostel. Es sei Gottes erklärter Wille, dass allen geholfen werde, denn ER liebt alle Menschen, weil ER Liebe ist. Deshalb schenkt Gott auch alle Voraussetzungen, um zu seiner Braut zählen zu können. So ist Christus für alle gestorben. Das Opfer Christi ist ein umfassendes Geschenk der Gnade: In der Heiligen Wassertaufe werde die Erbsünde abgewaschen; Gott schenkt in jedem Gottesdienst die Möglichkeit der Sündenvergebung und am Ende wird er auch unsere Geneigtheit zur Sünde tilgen. Ebenso ist es seine Arbeit, seiner Braut ein vorgezogenes Heil zu bereiten. Wir haben ferner Heiligen Geist empfangen, damit auch Gottes Liebe, die eine andere Qualität als menschliche Liebe habe. Bezirksapostel Koberstein: „Mehr Zeichen göttlicher Liebe kann Gott uns nicht geben.“ Gott schenkt uns die Möglichkeit, Teil der königlichen Priesterschaft zu sein. Damit verbunden sei auch unsere zukünftige Aufgabe: an der Seite Gottes im Tausendjährigen Friedensreich als königliche Priesterschaft zu dienen. „Deshalb: Siehe doch, was Gott und Christus für dich machten!“ unterstrich der Bezirksapostel.

Blick in die Gemeinde
Blick in die Gemeinde
Er habe es sich zum Ziel seines Dienens gesetzt, allen Anvertrauten zu zeigen, wie großartig das ist, was Christus für uns tut, fuhr Bezirksapostel Koberstein fort. Wer das erkenne, werde auf diese Arbeit Gottes und Christi aus eigenem Antrieb eine Antwort geben und Gott opfern und ihm dienen wollen. Bei alle dem gelte es auch, den Blick auf den Tag Christi und den weiteren Verlauf der Heilsgeschichte zu bewahren, „denn das bewahrt vor Hochmut“. Am Ende, wenn sich die Menschen für oder gegen Gott entschieden haben, werde ER alles in allen sein. „Deshalb lasst uns weiterhin an der Arbeit bleiben. Christus ist das Beste, was wir haben. Wir finden ihn immer wieder hier in seinem Hause und in seinem Wort. Das ist nicht unsere Idee, sondern liegt in den Worten des Sohnes Gottes begründet: Ich in euch und ihr in mir. Möge durch diesen Gottesdienst ein Stück der Schönheit Christus gewachsen sein“!, schloss Bezirksapostel Koberstein sein Dienen.

Anschließend rief er Bischof Pierre Fetter aus Frankreich, der im März 2017 in den Ruhestand treten wird, und Apostel Jens Lindemann zum Mitdienen. Nach der Feier des Heiligen Abendmahles, auch für die Entschlafenen und dem Schlusssegen informierte der Bezirksapostel die Geschwister über die beabsichtigte Fusion der beiden Gebietskirchen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und Nordrhein-Westfalen.

Fotos: Sylvianne Stegner (Frankreich)
Bericht: Peter Wild