Textliche Revision
Die Textrevision war umfangreich und nicht immer unproblematisch. Vorgenommen wurde sie von einer Untergruppe der PG Musik, der .Textkommission". Sie wurde am 31. August 1992 gegründet und tagte erstmals am 22./23. Januar 1993 in Frankfurt am Main im Beisein des Vorsitzenden der PG Musik.
Die Textkommission setzte sich aus zwei Aposteln sowie Kirchenmitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen, die als Germanisten ihr Fachwissen einbrachten. So war eine kompetente und ausgewogene Arbeit an den Texten gewährleistet.
So konnte sie beispielsweise auf eine Liederstatistik" zurückgreifen, die nachweist, wie häufig jedes Lied unseres heutigen Gesangbuchs in den Jahren 1987 bis 1991 in 112 ausgewählten Gemeinden gesungen wurde.
Der Vorsitzende der Textkommission und damalige Leiter der
Musikalienabteilung des Verlages, Hermann Ober, hatte über Jahrzehnte
Grundlagenforschung zur Quellenlage der Lieder betrieben. Die
Urheberinformationen zum Gesangbuch der Neuapostolischen Kirche -
Ausgabe 1925" erwiesen sich ebenfalls als wertvolles Arbeitsmittel für
die Gruppe.
Das "Pflichtenheft" gab der Textkommission die Aufgabenstellung und
Zielvorgabe der Gesangbuchrevision klar vor: So wenig wie möglich, aber
so viel wie nötig an den Liedtexten zu ändern. Die Lieder des neuen
Gesangbuches sollten inhaltlich nicht im Widerspruch zu den Aussagen
der Heiligen Schrift und der zeitgemäßen Erkenntnis stehen. Auf eine
klare, wahrhaftige Aussage aller Texte ohne schwärmerische oder
diskreditierende Anklänge wurde im Besonderen Wert gelegt.
Am 13. März 1998 beendete die Textkommission nach mehr als fünf
Jahren in ihrer 38. Sitzung die umfangreichen Arbeiten und legte der PG
Musik ihren Abschlussbericht vor.