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Orgeln in der Gebietskirche

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Gesamtansicht

Pfeifenorgel Offenbach

Standort:  Bezirkskirche in Offenbach amMain,
                   Tempelseestraße 54
Erbauer:   Orgelbau Andreas Offner 1997


Die Indienststellung der Offner-Orgel in Offenbach war ein bedeutendes Ereignis in der Orgelgeschichte der Neuapostolischen Kirche in Hessen. Bedeutend deshalb, weil es sich um die erste größere Orgel mit einer mechanischen Traktur und einem auf die räumlichen Gegebenheiten konzipierten Gehäuse handelt. Außerdem ist sie die erste neue Orgel, die nach den Prinzipien des heutigen, hoch qualifizierten Mit einer Disposition von 25 Registern mit 1520 Pfeifen wurde dem Wunsch nach einem Instrument mit ausreichend Darstellungsmöglichkeiten der verschiedenen Epochen, - vom Frühbarock bis zur gemäßigten Moderne -, Rechnung getragen.


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Der "Rohbau"

In der in 1952 erbauten Kirche befand sich seither eine recht bescheidene Kemper-Orgel, die 1968 von Orgelbau Schwan etwas erweitert worden war. Spieltisch, Traktur, Windladen, Windanlage und große Teile des Pfeifenwerkes befanden sich seit Jahren in einer desolaten Verfassung, so dass der Neubau einer Orgel im Zuge der Kirchenrenovierung zwingend notwendig war. Von der alten Orgel konnten lediglich die Pfeifen zweier Register wieder verwendet werden.




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Seitenansicht
Das Orgelwerk mit seinem repräsentativen, 7-teiligen Gehäuse steht in einer sich in Stufen nach vorne verbreiternden Nische. Das Hauptwerk steht den Raum beherrschend in der Mitte, darunter das diatonisch aufgebaute Schwellwerk mit seinen intimeren Klangfarben. Rechts und links außen steht das Bassonwerk mit einer durchlaufenden Pfeifenreihe von 68 Pfeifen.
Zu dem ästhetischen Genuss des Betrachtens tritt der mindestens genauso wichtige Genuss des Hörens. Möglich gemacht wird dies durch eine sorgfältigste Intonation, die durch eine auf den Raum zugeschnittene Mensurierung vorbereitet wurde. Die Klangcharakteristika der Register sind sehr schön getroffen. Die einzelnen Register sind von einer beträchtlichen Misch- und dadurch Wandlungsfähigkeit. Die durch die vornehmen und kraftvollen Prinzipale gebildeten Plena bilden einen schönen Kontrast. Die Zungenregister, - zart das Krummhorn und die Schalmey, markant und kräftig das Fagott und die Trompete -, mischen sich den Prinzipalchören gut bei und steigern sie zum majestätischen, keineswegs zu lauten "Vollen Werk".
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Der Spieltisch

Disposition:

-Normalkoppeln

-Superoktavkoppel Schwellwerk an Hauptwerk   (mechanisch)

- Setzeranlage in 4x8 Blöcken Schleifladen, mechanisches Spiel-, elektronische Registertraktur


Insgesamt 1520 Pfeifen

Hauptwerk Oberwerk
Pedalwerk
Bourdon 16 Holzgedackt 8 Subbass 16
Prinzipal 8 Salicional 8 Oktavbass 8
Coupa 8 Rohrflöte 4 Gedacktbass 8
Oktave 4 Prinzipal 4 Choralflöte 4
Holzflöte 4
Nasat 2 2/3 Fagott 16
Quinte 2 2/3 Zimbel 1/2 3-f.  Schalmey 4
Oktave 2 Blockflöte 2  
Mixtur 1 1/3, 4-f. Terz 1 3/5  
Trompete 8 Krummhorn 8  
  Sifflöte 1 1/3  
  Tremulant