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Orgeln in der Gebietskirche

Pfeifenorgel in Wiesbaden
Pfeifenorgel in Wiesbaden

Pfeifenorgel Wiesbaden

Standort:  Bezirkskirche in Wiesbaden,
                 Schiersteiner Str. 40
Erbauer:   Orgelbau Voigt,
                 Frankfurt-Höchst, ca. 1959

Restauriert durch: Orgelbau Hardt & Sohn,
                               Weilmünster-Möttau, 1993
Spieltisch
Spieltisch

Die Orgel wurde im Jahr 1959 von der Fa. Voigt in Ffm.-Höchst erbaut. Diese stellte in der Hauptsache kleinere Orgeln her; die Wiesbadener Orgel ist das größte Instrument der Fa. Voigt. Sie hat einen Umfang von 3 Manualen und Pedal, sowie einen freistehenden Spieltisch mit elektrischer Traktur. Die Originaldisposition ist leider nicht genau bekannt.

Prospekt
Gesamtansicht


Die Orgel war im Originalzustand in den typisch mitteldeutschen Orgelbau einzuordnen und für barocke Musik vor Bachs Zeiten ausgelegt. Der Klangcharakter war sehr scharf und dünn. Sie wurde im typischen Stil der 30er/40er Jahre erbaut, insbesondere im Hinblick darauf, daß Hauptwerk und Pedal ohne Gehäuse gebaut wurden.

Als Besonderheit besitzt sie zwei Schwellwerke. Außerdem hat sie Taschenladen, die heute aufgrund mangelnder Lederqualität nicht mehr gebaut werden (bei der Wiesbadener Orgel wurde Leder aus Argentinien verwendet). Sie besitzt insgesamt 14 (!) Koppeln; außer den sechs üblichen Manual- & Pedalkoppeln sind noch zwei Subkoppeln und sechs Superkoppeln vorhanden. Die Superkoppel des Positiv (II) ist komplett ausgebaut.

Hauptwerk
Hauptwerk




In den 70er Jahren wurden Register ausgetauscht bzw. im Hauptwerk kam eine Mixtur 1‘ neu dazu; die Orgel besaß nun 36 Register. 1986 wurden durch die Fa. Hardt Orgelbau die Taschenladen und der Spieltisch überarbeitet. Im Jahr 1993/94 wurde im Zuge einer Kirchenrenovierung die Orgel komplett ausgebaut und von der Fa. Hardt überarbeitet. Dabei wurde der Spieltisch überholt, Teile der Windanlage wurden erneuert bzw. verlegt, eine Pedallade wurde neu gebaut.

Hauptwerk
Hauptwerk
Durch die Ergänzung von 2, den Austausch von 5 unbrauchbaren Registern und eine grundlegende Umintonation wurde ein völlig neues klangliches Konzept geschaffen. Soweit mit dem vorhandenen Material möglich, ist die Orgel jetzt in drei Werke mit dem entsprechenden Werkscharakter gegliedert.

Die Orgel hat 37 klingende Register mit ca. 2700 Pfeifen.
Die längste Pfeife misst 6,00 m und die kleinste nur einige Zentimeter.

Hörproben aus Orgelkonzerten der Jahre  2010/2011 von Dirk Putzek:

Charles-Marie Widor - Symphonie N° 5 - Allegro cantabile (1) - 3:33 Min.

Charles-Marie Widor - Symphonie N° 5 - Allegro cantabile (2) - 6:24 Min.

Charles-Marie Widor - Symphonie N° 5 - Toccata (2011) - 5:50 Min.

Eugène Gigout - Scherzo (2010) - 5.31 Min.

Jan Nieland - Marche Triomphale (2010) - 4.55 Min.


(Achtung: Ladezeit beachten!)


Disposition

Hauptwerk I
 

Positiv  II
 
Schwellwerk III
Pedal                 
Bourdon 16' Principal 8' Lieblich Gedackt 8' Principalbass 16'
Principal 8' Gedackt 8' Schwebung 8' Subbass 16'
Offenflöte 8' Gambe 8' Traversflöte 4' Oktavbass 8'
Rohrgedackt 8' Oktave 4' Principal 2' Gedecktbass 8'
Salicional 8' Querflöte 4' Waldflöte 2' Choralbass 4'
Oktave 4' Oktave 2' Spitzquinte 1 1/3' Mixtur 3-fach 4'
Nachthorn 4' Sesquialtera 2-fach 2 2/3' Cymbel 4-fach 1' Posaune 16'
Schwiegel 2' Quinte 1 1/3' Zarttrompete 8'  
Cornet 3-fach 2 2/3' Scharff 4-fach 1' Tremulant  
Großmixtur 6-fach 2 2/3' Oboe 8'    
Mixtur 4-6-fach 1 1/3' Tremulant    
Trompete 8'      
Tremulant
 
     

Koppeln:

II/I, III/I, Super I, Super II/I, Sub II/I, III/II, Super II, Sub III, I/Ped., II/Ped., III/Ped., Super Ped., Super I/Ped., Super II/Ped.