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Großer Abschlussgottestdienst des Europa Jugendtags
mit Stammapostel Leber

Stammapostel Leber
Stammapostel Wilhelm Leber

Höhepunkt und Abschluss des Europa Jugendtags bildete der Abschlussgottesdienst mit Stammapostel Wilhelm Leber. Zu diesem Ereignis waren ca. 45.000 Jugendliche, Gäste und Betreuer in die LTU arena in Düsseldorf gekommen.

Auf dieser Seite findet Ihr einen ersten noch recht groben Gottesdienst-Bericht, anhand einer Mitschrift. Diesen werden wir in einigen Tagen anhand einer Abschrift verfeinern. Zwischenzeitlich bitten wir Ungenauigkeiten zu entschuldigen, die Aktualität ist uns jedoch  wichtig.

Eingangslied: "In Christ there is no East or West" (EJT Guide)

Schon im Eingangsgebet bat Stammapostel Wilhelm Leber: (Lieber Gott,) "Lass es die Jugend spüren, dass es ein Segen ist, dein Eigentum zu sein."

Textwort: Philipper 3.13 "Meine Brüder (ich setze hinzu meine Schwestern), ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich's ergriffen habe. Eins sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist."

Geinsames Lied der Gemeinde nach dem Textwort: "Unity" (EJT Guide)

Zunächst hieß Stammapostel Leber die Jugend und alle Gäste herzlich zum Gottesdienst willkommen. Auf das geinsame Lied "Unity" eingehend fragt er: "Der Heilige Geist möge uns alle verbinden. Es waren zwei schöne Tage - hoffentlich können wir es mitnehmen. Aber wie geht es weiter?" Und forderte als Antwort auf "Helft mit, dass diese Unity (= Gemeinschaft) auch in Zukunft zu spüren sein wird." Die Frage nach dem Hilfsmittel hierfür beantwortend forderte er zum Gebet um diese Einheit auf.

Dann berichtete er von den Frgen der Jugendlichen: "Eine Frage habe ich in diesen Tagen öfters gehört: Was habe ich davon, wenn ich als wahrhaftiger Christ, also in unserem Sinn als Gotteskind lebe? Lohnt es ich als Christ zu leben?
Zur Antwort dieser Frage verwies er auf Apostel Petrus der sinngemäß fragte: "Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür gegeben?" (Matthäus 19, 27)

Der Stammapostel zitirte Jesu Antwort sinngemäß: "Es ist niemand, der etwas verlässt um den Reiches Gottes wegen, der es nicht vielfältig wiederfindet in Zukunft in Form von Segen." (Matthäus 19, 28 - 29) "Liebe Geschwister und Gäste, nehmt es an! Es ist niemand, der etwas gibt, der es nicht vielfältig zurück bekopmmt. Es lohnt sich als wahrhaftiger Christ, als Gotteskind durch diese Zeit zu gehen! Niemand wird sagen können, dass er es nicht vielfältig zurück bekommt, sowohl schon hier, als auch später in der Ewigkeit. Ihr werdet Segen erhalten für das, was Ihr im Werke Gottes einbringt. Jedoch muss man in Vorleistung treten." Stammapostel Leber versprach den lieben Gott auch weiterhin um den Segen für all das, was die Jugendlichen für den Herrn tun, zu bitten.

Nach dieser Einleitung ging Stammapostel Leber auf das Textwort ein:

"Ich stelle an Dich un mich die Frage: Was ist für Dich vorn in Deinem Leben? Dies ist eine wichtige und zentrale Frage in der Lebensgestaltung. Was könnte es sein?" und weiter "Mit nach da vorne ist nach dem Siegespreis gemeint." Aber man liest so schnell darüber hinweg und beschäftigt sich lieber mit anderen Dingen. Dies können sein:

- das Leben begießen
- Karriere machen
- Geld verdienen
- angenehmes Leben führen

"Aber sollte das wirklich oberste Priorität sein?" fragte Stammapostel Leber.
"Sicherlich wir streben alle nach vorne. Vielleicht wollt Ihr auch einen guten Beruf ergreifen, eine schöne Familie haben. All das ist legitim und wichtig. doch ist nicht wichtiger das Bemühen um: 'Ich möchte dem Herrn gefallen. Ich möchte dem Herrn dienen. Ich möchte für andere ein Segen sein. Ich möchte würdig werden für das ewige Leben.' Was oberste Priorität hat, haben wir selbst in der Hand. Es wäre grandios, diese Aufgaben als oberstes Ziel zu haben.'"
Und weiter: "Man muss sich nach dem Ziel ausstrecken. Man muss was dransetzen. Man erreicht das Ziel nicht von alleine."

Nun wechselte Stammapostel Leber zwischen zwei der drei kreisförmig aufgestellten Altäre, um sich den Jugendlichen auf der anderen Seite zuzuwenden.

Dort beleuchtete er die Kernaussagen nun näher:

Ich möchte dem Herrn gefallen. "Wie kann man dem Herr gefallen? Es steht in der Heiligen Schrift, es ist unmöglich dem Herrn ohne Glauben zu gefallen. Also liebe Geschwister setzt euer Vertrauen in den Herrn."

Dem Herrn dienen: "Ich habe festgestellt es sind Gaben und Kraft in euch. Streckt euch danach aus. Dient dem Herrn. Aber es ist nicht möglich, alles im Leben mitzunehmen. Klare Prioritäten müssen gesetzt werden. Ich möchte meine Gaben und Kräfte im Haus Gottes einsetzen. Meine Kraft gehört dem Herrn."

Ich möchte ein Segen sein bedeutet zunächst: Ich möchte meinen Glauben bekennen. Lasst uns zeigen , dass es sich lohnt als wahrer Christ zu leben. Setzt euch ein!"

Im weiteren Dienen betonte der Stammapostel: "Unser Ziel bleibt, würdig zu werden. Wir halten daran fest, dass es unser Ziel ist, auf den Tag des Herrn würdig zu werden. Dazu ist es notwendig dem Herrn nachzufolgen. Das schließt nicht aus, dass wir den Amtsträgern nachfolgen, da sie die uns gegebenen Helfer sind."

Daneben ist es wichtig "Das Wesen Jesu mehr und mehr in Erscheinung treten lassen." Leider gelingt dies nicht immer und so verwies der Stammapostel auf den Apostel Paulus, der sein eigenes gelegentliches Straucheln eingestehen musste.

Und gerade deswegen forderte Stammapostel Leber auf, sich jeden Tag erneut nach vorne zu strecken und Anstrengungen zu erbringen. Und weiter: "Niemandem wird der Siegespreis in den Schoß gelegt. Jeden Tag muss der Glaube neu erkämpft werden. Es geht nicht ohne Anfechtung und ohne Anstrengung. Es bleibt ein Kampf bis zuletzt."

Zur Realisierung dieser nicht einfachen Aufgabe wünschte der Stammapostel der Jugend Kraft und die Fähigkeit ihren Glauben Tag für Tag in Freude zu leben.

Ansingchor: "Here I Am Lord" (EJT Guide)

Bezirksapostel Kolb aus USA:

Bezirksapostel Kolb stellte in den Mittelpunkt seiner Predigt, dass ein Strecken und Streben weiter reichen muss als, bis zu dem was nahe liegt und für uns bequem zu erreichen ist, wenn wir für andere ein Segen sein wollen.

In einem weiteren Bild sprach er von David als Katalysator (Anm.: im Sinne einer Ursache für Veränderungen) für seine Brüder.

"Ihr könnt etwas in Bewegung setzen, das dann andere mitreißt. Wir können das in der Heiligen Schrift schon sehen. David war solch ein Katalysator. Als er seine Brüder im Feld besuchte, hörte er, was los war. Er war ein junger Kerl, er hatte keine Waffen und er gehörte gar nicht dahin. Aber In ihm regte sich etwas und er trat gegen Goliath an und streckte ihn nieder, auch mit seinen Worten (vgl. 1. Samuel 17,45.46). Daraufhin sprang der Funke auf die ganze Armee über; denn da sprang jeder auf und verfolgte die Philister. […]
Der Stammapostel hat in den letzten Tagen ein paar Mal von einer neuen Bewegung in der Kirche gesprochen, dass wir nach vorne gehen. Diese Bewegung soll von uns kommen. […]"

Im weiteren Fortgang forderte der Stammapostel auf: "Macht Euch klar, was es bedeutet, was es zur Folge hat, sich nach dem Ziel auszustrecken." Er sprach auch von einer Bewegung in der Kirche.

Blasorchester: "Eine feste Burg" (EJT Guide)

Bezirksapostel Urs Hebeisen von den Philippinen:

Bezirksapostel Hebeisen stellte in seinem Mitwirken heraus, dass es sich lohnt sein Leben zu ordnen und nach vorne zu sehen.

"Der Stammapostel hat euch empfohlen, ein bisschen aufzuschreiben, was für euch vorne und was hinten ist. Vielleicht könnt ihr euch auch noch ein paar zusätzliche Gedanken machen und euch fragen: Was ist für mich oben und unten? Was ist für mich links und rechts? Dann könnt ihr euch ein Lebenskonzept erarbeiten. Der Heilige Geist möge euch dazu viel Weisheit geben. […]

In eurem Alter gibt es ein paar Prioritäten, die ganz unmittelbar vor euch stehen, weil sie eure Zukunft betreffen. Das sind zum einen Entscheidungen über Ausbildung und Beruf. Auch da ist bei euren Entscheidungen Christus dabei. […] Eine andere wichtige Zukunftsentscheidung ist, dass wir uns mit der Ewigkeit beschäftigen."

Samuel hatte als junger Mann gerufen als man nach ihm rief "Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen." Aber sein Meister und Eli schickte ihn wieder schlafen, wies ihn aber an das nächst Mal zu antworten: "Rede, HERR, denn dein Knecht hört." (1. Samuel, 3, 4 - 10)

Auch die Jugend ist in solch einer Ausbildung. Gottes Werk bietet die Ausbildung im Evangelium. Unser Gott ist dabei der Lehrmeister.
Auf die Lebenssituation der Jugend bezogen, ist es oft so, dass diese einen Lebenspartner sucht. Dabei ist es gut, nach einem "soulmate" = Seelenverwandten zu suchen. Jesus ist der Seelenverwandte im geistigen Leben.

Im Weiterdienen stellte er fest, dass das Strecken nicht nur ein Dehnen sei, sondern es auch einmal notwendig sei, über den eigenen Schatten zu springen, wenn einmal etwas außerhalb unseres Gedankenhorizontes liegt. Er zitierte Paulus: "Und solltet ihr in einem Stück anders denken, so wird euch Gott auch das offenbaren." (Philipper 3.15) "Er sieht also die Möglichkeit, dass Einige andere Gedanken haben. Auch unter euch ist vielleicht mancher, der in der einen oder anderen Frage etwas anders denkt. Aber auch hier gibt es eine Antwort: … so wird euch Gott auch das offenbaren. Danach wollen wir uns ausstrecken."

Stammapostel:

Es kann vorkommen, dass einige Glaubensgeschwister anders denken als die Mehrzahl. Im Umgang mit solchen sei es wichtig, dass diese Gotteskinder nicht abseits stehen oder ausgegrenzt werden, sondern ernst genommen werden. Auch sie ringen um die Wahrheit. Manchmal braucht dies einfach seine Zeit.

Gemeinsames Lied: "Cantai ao Senhor" (EJT Guide)

Bezirksapostel Koberstein:

"2006 zu Beginn der Vorbereitungen als ich hier in der LTU arena stand, habe ich mir vorgestellt, wie das sein wird. Da ging mir ein kalter Schauer über den Rücken. Wäre ich jetzt mitten in meiner Jugend, würde ich sagen "Das ist der Hammer!"

"Ich möchte die Gelegenheit nutzen und den vielen freiwilligen Helfern ganz herzlich zu danken. Jugend hab Dank! Die Begeisterung und Freude der Jugend ist Entschädigung - dieses Gemeinschaftserleben ist mehr als 95 Euro wert!", so der Bezirksapostel.

In "Euch muss man einfach lieben!" fasste er dies zusammen.

Im Weiteren stellte er die Frage, wer bei uns in der Mitte steht? Dies sei Jesu. "Aber es war schön zu sehen, wie ihr den Stammapostel liebt. Doch darin sehe ich nicht die Liebe zu einem Menschen, sondern zu Jesu."

Manchmal weiß man nicht wo vorne und hinten ist. "Und dann kommen solche Tage und du weißt, wo vorne und hinten ist. Es kommt aber auch drauf an, wie herum Du stehst. Wenn Du falschherum stehst, dann kann vorne auch mal hinten sein. Wir haben neu gelernt, was vorne ist. Vorn ist die Zukunft! Jesus Christus ist die Zukunft! Daher soll auch das Ausstrecken im gelten."

Der Jugend bescheinigte der Bezirksapostel: "Wenn einer weiß wie man sich ausstreckt, dann seid Ihr jungen Leute das." Und weiter "Verliebt sein ist eine schöne Zeit. Man streckt sich zueinander aus. Streckt Euch so zu Jesus aus! Wenn ich mich zu Christus ausstrecke, erlebe ich das Abendmahl und das Wort Gottes. In uns brennt der Wunsch, das Ziel zu erreichen." "Ausstrecken nach Jesu heißt: Ich möchte heim. Ich möchte zu Jesu." so Bezirksapostel Koberstein.

"Wenn man läuft, dann kommt irgendwann auch der Schlussspurt. Lasst uns nicht vergessen, Jesus ist vorne, wir sind auf der Zielgeraden."

Stammapostel Leber:

Stammapostel Leber fasst seine Predigt und das Mitdienen der Bezirksapostel nochmals mit der Frage "Es ist immer die Frage, was ist vorne für Dich?" zusammen.

In der Überleitung zum Heiligen Abendmahl ging er auf aktuelle Reibepunkte ein. "Es sind Vertreter der VAG anwesend. Ich strecke mich im Namen der Kirche nach Versöhnung aus!" Dieser Satz wurde mit Applaus der ganzen Gemeinde unterstrichen!
"Das schließt immer mit ein, wenn man Vergebung sucht, dass man Fehler eingesteht. Ja, das gestehe ich hier gerne ein. Es sind auch auf unserer Seite Fehler gemacht worden." Erneuter Applaus. "Wir strecken uns aus nach der Versöhnung. Das gilt aber auch für beide Seiten. Wir meinen es ernst mit der Versöhnung".

Ansingchor: "Santo, santo, santo" (EJT Guide)

Die Feier des Heiligen Abendmahls begleitend: "Mehr lieben möcht ich dich" (Viola, Violinen Duo), "Let us talents and tongues" (Ansingchor), "Lobe den Herrn" (Gemeinde). Abschließend mehrsprachig: "Der Herr ist mein Licht" (ganze Gemeinde)

Bezirksapostel Brinkmann leitete zum  Abendmahl für die Entschlafenden über und bat die Jugend Ihre Hände sehnend, liebend in die Ewigkeit auszustrecken.

Dieser heilige Augenblick klang mit "Pass me not, o gentle Saviour" (Solo mit Klavierbegleitung) aus.

Stammapostel Leber sprach beim Heiligen Abendmahl für die Entschlafenen besonders die jugendlichen Seelen aus der Ewigkeit an. Dabei gedachte er Unfallopfern und solchen, die sich selbst das Leben genommen haben. "O kommt doch und seht, dass Euch zehntausende von Jugendlichen umgeben!" Im speziellen dachte er an die Hugenottin Marie Du-Rand, die 15-jährig in das Gefängnis in der Camargue gebracht wurde und dort 38 Jahre zubringen musste. Einmal im Jahr wurde ihr Glaube neu abgefragt und stets musste der Schreiber notieren "Glaubensstand unverändert". "Was für ein Glaube, was für eine Stärke!" Wir denken heute Morgen an alle, die ihres Glaubens wegen verfolgt wurden und starben.

Diesen besonderen Moment abschließend wurde Antonio Vivaldis 2. Satz aus Concerto G-Dur vorgetragen.

Danach wurde der Gottesdienst von Stammapostel Leber mit Gebet beendet.
Gustav Friedrich Händels "Halleluja", vorgetragen vom Ansingchor, bildete den Abschluss. Der Ansingchor wurde dafür mit stürmenden Applaus belohnt.

Abschließend dankte Stammapostel Leber im Namen aller Anwesenden aus tiefstem Herzen Bezirksapostel Brinkmann, seinem Planungsstab und allen freiwilligen Helfern.
Aber auch den anwesenden Jugendlichen dankte er für Ihr Kommen, ihre Zuneigung und Liebe "Ihr seid eine großartige Jugend!"
Auf seine Frage an die Jugend, ob sich der Europa Jugendtag gelohnt hätte, reagierte diese mit einer spontanen Laola-Welle und anhaltend langem, stürmischen Applaus. Leider ist es nicht möglich die Empfindungen aller Teilnehmer des EJT in Worte zu fassen. Mögen einige Bilder in unseren Bildergalerien (kommen noch :-) ein Ersatz dafür sein.

zur Verabschiedung: "Praise his holy name" (Ansingchor)

Einen weiteren ersten Bericht vom Jugendgottesdienst findet Ihr auf der EJT Webseite ...

und einen zweiten detailierten Bericht ebenfalls auf der EJT Webseite ...

Text: Stefan Pfütze, Andreas Woeste , Bilder: Dirk Fabig