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Pfingsten 2016 „Leben im Geist“ - „Spannung und Vorfreude wachsen“

Interview mit Bezirksapostel Bernd Koberstein

Bezirksapostel Bernd Koberstein
(19.04.2016) Frankfurt. Noch rund vier Wochen bis zum Pfingstfest 2016. Für Bezirksapostel Bernd Koberstein und seinen Mitarbeiterstab bedeutet dies: Viele Details prüfen und abstimmen, letzte Hand anlegen, damit unser Stammapostel und die ihn begleitenden Apostel aus Europa aus der Zusammenkunft in Frankfurt am Main Stärkung und Freude mitnehmen mögen. Ein Interview zum Pfingstfest mit Bezirksapostel Koberstein:

Lieber Bezirksapostel, es sind nur noch 30 Tage bis Pfingsten - wie ist ihre innere Stimmungslage?

Wenn man auf solch einen Festtag zugeht, steigt natürlich die Spannung. Man überlegt, ob man an alles gedacht hat und ob alles, was vorbereitet wird, auch funktionieren wird. Aber mit der Spannung wächst auch die Freude.

Wann haben Sie erfahren, dass Frankfurt für das Pfingsttreffen 2016 ausgewählt wurde?

Das kann ich nur aus der Erinnerung sagen. Es muss im Jahr 2014 gewesen sein, als unser Stammapostel bei mir anfragte, ob es möglich wäre, dieses Fest in Frankfurt auszurichten. Und wenn mich mein Stammapostel so fragt, ist es selbstverständlich, dass ich mit großer Freude zustimme.

Was wurde alles in die Wege geleitet, seitdem dieser Termin bekannt war?

Zunächst haben wir überlegt, wo der Gottesdienst stattfinden kann. Wir haben schließlich eine Halle auf dem Frankfurter Messegelände angemietet. Dann musste entschieden werden, wo die eingeladenen Apostel übernachten, das Musikprogramm wurde erstellt und viele weitere Dinge auf den Weg gebracht. Um alle diese Details kümmert sich ein Mitarbeiterstab unter der Leitung der Apostel Lindemann und Opdenplatz.

Wird dieses Ereignis auch in den Medien seinen Niederschlag finden?

Ja, das gehört in der heutigen Zeit einfach mit dazu. Wir haben Internetseiten erstellt, die neugierig machen und für wachsende Spannung sorgen sollen. Es gibt ferner in den eingeladenen Bezirken Frankfurt und Offenbach eine spezielle Plakatserie in allen Gemeinden, wo Geschwister zu Wort kommen und ihre Vorfreude auf das Pfingstfest in persönlichen Statements schildern. So wollen wir unmittelbar vor diesem Fest immer wieder einen neuen Impuls geben.

Nun ist Frankfurt nicht das erste Mal Schauplatz einer großen Apostelversammlung. 1987 weilte Stammapostel Urwyler hier. Welche Erinnerungen haben Sie an dieses Ereignis?

Daran kann ich mich noch gut erinnern. Es war die Zeit, als ich Evangelist war. Ich sang damals glücklich in einem der eingeladenen Chöre, hatte weder etwas zu organisieren noch sonst irgendeine Verantwortung zu tragen. Was ich noch lebhaft im Herzen trage, ist die Aussage des Stammapostels, die er im Gottesdienst machte, als er von seinem Enkelkind sprach, das wohl den Opa am Bein umklammerte und ihn mit dem Schweizer Begriff bat: „Dabiebe“. Das ist mir sehr lebhaft in Erinnerung geblieben.

Sechs Jahre später, 1993, hatte Stammapostel Fehr zu einer internationalen Apostelversammlung  nach Frankfurt eingeladen. Waren Sie da mehr eingebunden als 1987?

Nein, auch da war ich Sänger im Chor. Ich habe aber noch das Bild der vielen eingeladenen Apostel vor mir, die damals auf der Bühne saßen. Das war sehr beeindruckend für mich.

1993 lautete das Motto des Pfingstfestes: „Den Geist dämpfet nicht“. Das Pfingsttreffen 2016 steht unter dem Gedanken: „ Leben im Geist“ Was verbirgt sich dahinter?  

Zum einen war es für uns wichtig, ein kurzes, griffiges Motto zu finden. Es sollte zu den Gedanken unseres Stammapostels zum Pfingstfest 2016 passen. Nachdem sie uns bekannt waren, haben wir uns zu diesem Motto entschlossen, was viele Aspekte beinhaltet: Leben im Geist, der Geist Gottes lebt in uns, wir durften ihn und somit göttliches Leben empfangen. Dass der Heilige Geist in uns lebt, muss Konsequenzen haben und sichtbar sein. „Leben im Geist“ ist also ein Motto für die Praxis, für jeden Tag. Es ist für uns Christen Aufgabe, täglich in diesem Geist, im Sinn Christi zu leben und sein Wesen zu offenbaren. Das verbirgt sich beispielsweise hinter diesem Motto.

1993 waren über 240 Apostel in Frankfurt; in diesem Jahr ist der Apostelkreis wesentlich kleiner.

Das ist richtig, damals war es eine internationale Apostelversammlung. Diesmal kommen nur die in Europa tätigen Apostel zusammen, das heißt, neben dem Stammapostel und den sieben Bezirksaposteln werden 36 aktive Apostel aus Europa nach Frankfurt anreisen. Natürlich freuen wir uns auch, dass Stammapostel i.R. Leber und einige weitere im Ruhestand lebende Apostel unsere Gäste sein werden.

Weshalb nur europaweit? Pfingsten nimmt doch im Ablauf eines Kirchenjahres einen besonderen Stellenwert ein. Warum wird diesmal nicht weltweit übertragen?

In der Tat gab es in der Vergangenheit eine Häufung von weltweiten Übertragungen. Dafür gab es aber Gründe: einmal wurde ein Stammapostelhelfer gesetzt, im darauf folgenden Jahr gab es einen Wechsel im Stammapostelamt. Deswegen gab es kürzere Intervalle von weltweiten Übertragungen. Vom Grundsatz sollte es aber nicht jedes Jahr sein. So hat dies unser Stammapostel mit den Bezirksaposteln entschieden.

Werden die überseeischen Gebietskirchen dennoch etwas vom Pfingstfest am Main mitbekommen?
Es wird sicherlich Berichte in den kirchlichen Medien geben. Darüber hinaus versendet der Stammapostel einen Bericht über die von ihm gehaltenen Gottesdienste an alle Apostel weltweit, die dann die aktuellen Gedanken und Impulse in die ihnen anvertrauten Arbeitsgebiete hineintragen.

Gibt es schon Themen, die für die Apostelversammlung vorgesehen sind?

Das ist Angelegenheit unseres Stammapostels, deshalb kann ich zu diesen Themen nichts sagen.

Wie entstand der Gedanke, Kinder aus Kapstadt in das Konzert in Wiesbaden einzubeziehen?

Da gab es unterschiedliche Ansatzpunkte. Zum einen ist es uns wichtig auch die Kinder einzubeziehen, weil das für die Zukunft unserer Kirche bedeutsam ist. Andererseits wollten wir versuchen, kein allzu großes Probenprogramm zu erstellen, um Kinder und ihre Eltern nicht zu stark zu belasten. Daraus entwickelte sich der Gedanke auf ein Musikprogramm aus dem Jahr 2014 zurückzugreifen, und zwar auf unser damaliges Projekt „Kids4Africa“. In diesem Zusammenhang kam die Idee auf, einige Kinder aus Kapstadt mit ihrer Dirigentin einzuladen, die im Konzert auch die Musikstücke dirigieren wird. Dank finanzieller Unterstützung zahlreicher Sponsoren konnte diese Idee realisiert werden. Damit dokumentieren wir auch die in 2014 entstandene schöne Verbindung zwischen den Kindern aus Kapstadt und unseren Kindern hier. Gemeinsam werden sie einen Teil dieses Konzertprogramms übernehmen.

Weshalb findet das Konzert in Wiesbaden statt?

Wir suchten eine geeignete Halle dafür, was etwas schwierig war. Ich persönlich liebe das Kurhaus in Wiesbaden, weil es ein sehr schönes, festliches Ambiente hat und dem Rahmen angemessen ist.

Was erwarten Sie als Bezirksapostel und Gastgeber vom Pfingstfest 2016 in Frankfurt?

Als zuständiger Bezirksapostel erhoffe ich eine Belebung und Stärkung der mir anvertrauten Gotteskinder im gesamten Arbeitsbereich. Ich bin sicher: Wenn so viele Apostel gemeinsam mit dem Stammapostel in meinem Arbeitsbereich sind, wird das Spuren hinterlassen. Um diese Spuren des göttlichen Segens bete ich intensiv. Ich erwarte auch, dass aus diesem Festtag Impulse kommen, die den Glauben stärken, die motivieren, die uns Mut und Zuversicht geben, um zukünftig noch mehr und noch intensiver im Geist zu leben bis hin zum Augenblick der Wiederkunft Christi. Als Gastgeber wünsche mir aber auch, dass dieses Pfingstfest auch unserem Stammapostel etwas gibt. Nämlich eine Stärkung auch für ihn, eine Freude im erlebbaren Einssein der versammelten Apostel. Ich bete deshalb auch dafür, dass er sich wohlfühlt und gestärkt aus diesem Wochenende gehen möge. Ferner soll das Pfingstwochenende auch die Einheit des Apostelkreises stärken und festigen, uns guttun und weiterführen in unserer Arbeit.

Um dann mit Christus zu siegen! …

Ja, und so wird das auch rund. Mit Christus wollen wir leben, und an seinem längst errungenen Sieg partizipieren. Im Geist leben, das bedeutet mit Christus leben, mit Christus siegen, das ist für mich persönlich der tiefe Sinn dieses Pfingstfestes.

Herzlichen Dank für dieses Gespräch.

Foto: Dittmar Bender
Das Interview wurde in den Räumen der Kirchenverwaltung von einem Mitarbeiter des Kirchensekretariats geführt.